| UPDATE : Aktuelle Version : 6.54 : 12.07.2009 | ||||||||||
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| KENO - DAS SPIEL UND SEINE GESCHICHTE | ||||||||||
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Das Spiel Die Spielformel für das Keno-Spiel heißt einfach: „10 aus 20 aus 70“. Von den Zahlen 1-70 sind 2-10 Zahlen für einen Keno-Tip anzukreuzen. In Deutschland ist Keno inzwischen in allen Bundesländern spielbar. Täglich von Montag bis Sonnabend werden jeweils 20 Gewinnzahlen „gezogen“. Neben der Möglichkeit die Anzahl der gewählten Zahlen selbst zu bestimmen kann der Spieler auch die Höhe des Einsatzes zwischen 1, 2, 5 und 10 Euro pro Keno-Tip frei wählen. Im Unterschied zu Lotto kann der der Spieler die Anzahl der Kreuzchen also selbst festlegen. Der Mindesteinsatz ist 1 Euro, der Maximalgewinn beträgt 1 Million Euro. Nach diesem frei gewählten Spielsystem baut sich auch der Keno-Gewinnplan auf. Es gibt feste Quoten. Um so mehr richtige Zahlen getippt wurden und um so höher der Einsatz ist, um so größer fällt auch der Gewinn aus. Den Höchstgewinn in Höhe von 1 Mio. Euro erhält, wer 10 Richtige mit einem Einsatz von 10 Euro trifft. Dabei können sogar bei „Null Richtigen“ die Einsätze zurück gewonnen werden. Bei den Keno-Typen 9 und 10 (der Spieler hat 9 oder 10 Kreuzchen gesetzt also Zahlen angekreuzt) erhält der Spieler als „Trostpreis“ den doppelten Einsatz. Auch der Keno-Typ 8 bekommt bei 8 ins Leere getippten Zahlen immerhin noch den Spieleinsatz zurück. Aber auch schon mit 1 Euro Einsatz kann man bis zu 100000 Euro gewinnen. Genau aus diesem Grund wurde Keno-Spiel als besonders suchterregend empfunden. Demnach ist es nicht mehr möglich, dieses Spiel online zu spielen. Für die abendlichen Ziehungen gilt Annahmeschluss um 18.20 Uhr. Vom Hessischen Rundfunk werden die Gewinnzahlen um 18.30 Uhr live gesendet. Gleichzeitig werden die Zahlen im Internet veröffentlicht. |
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| DIE GESCHICHTE DES „SPIELS DER WEIßEN TAUBE“ – KENO | ||||||||||
Die Keno-Story Keno ist ohne Zweifel das älteste uns bekannte staatlich organisierte Glücksspiel, das in nur leicht veränderter Form bis heute noch gespielt wird. Die Ursprünge dieses Spiels sind überliefert – chinesische Schriftrollen der Han-Dynastie berichten von einem chinesischen Fürsten namens Cheung Leung, der im Jahre 187 v. Chr. mit der Einführung eines Glücksspiels den zahlungsunwilligen Bürgern seiner von Feinden belagerten Stadt neue Geldmittel abrang, um damit die dann erfolgreiche Verteidigung zu organisieren. Dieses Spiel, das dem heutigen Keno sehr ähnlich gewesen sein muss, verbreitete sich daraufhin rasch im damaligen China. Da – wie die Überlieferung es will – weiße Tauben die neuesten Gewinnziffern von Ort zu Ort transportierten, wurde es auch als das „Spiel der weißen Taube“ bezeichnet. Weiterhin geht die Legende, dass Chinas Kaiser es zur Finanzierung der Chinesischen Mauer einsetzten. Erwähnenswert ist, dass das Spiel Keno ursprünglich mit 120 chinesischen Schriftzeichen gespielt wurde. Dabei stehen diese Schriftzeichen in einer anfänglichen Position in dem chinesischen Lehrgedicht „Tausend klassische Schriftzeichen“, das auch als ein numerisches Schriftzeichen-System genutzt wird. Erst mit dem Überschwappen des Spiels in die USA zu Beginn des 19. Jahrhunderts -wahrscheinlich als Mitbringsel chinesischer Arbeiter, die vor allem als billige Arbeitskräfte für den Eisenbahnbau eingesetzt wurden - entwickelte sich die heutige Spielform mit nur noch 80 Schriftzeichen. Ungeachtet des Glücksspielsverbots in den USA wurde Keno bis in die dreißiger Jahre in den China-Vierteln der Städte an der amerikanischen Westküste fortwährend gespielt. Hier wurde Keno als „Chinesische Lotterie“ bekannt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde Keno so nur innerhalb der chinesischen community gespielt. In den Mainstream der amerikanischen Kultur begann es erst einzudringen, als die chinesischen Schriftzeichen durch arabische Zahlen ersetzt wurden. Doch Glücksspiel war in den USA bis 1931 weitestgehend untersagt. Auch mit der Genehmigung verschiedener Glücksspielformen im Bundesstaat Nevada blieb das Lotteriespiel nach Zahlensystem weiterhin untersagt. Mit der Änderung des Namens „chinese lottery“ in „horse race keno“ wurde das Lotterieverbot umgangen. Da auch Bingo legal wurde, baute man Keno in Anlehnung daran auf und verkürzte den Namen später auf „Keno“. Wenn die Auslosung der Zahlen in den USA bei Keno nicht wie im deutschen System mit dem Computer ermittelt wird, wird sie traditionellerweise mit Hilfe einer Trommel durchgeführt. In dieser befinden sich 80 tischtennisgroße Bälle, mit Zahlen von 1-80 versehen. Diese Trommel trägt in den USA die Spitznamen „Gans“ oder „Eichhörnchenkäfig“ ähnlich einer Bingomaschine. Nacheinander fallen 20 Bällchen aus der Trommel zu der die Spieler dann die entsprechenden Übereinstimmungen mit den von ihnen gewählten Zahlen zu finden hoffen. In den USA ist Keno nach wie vor eines der beliebtesten Glücksspiele. Zwischenzeitlich galt das Keno-Spiel als ein im Arbeitermilieu verhaftetes Glücksspiel, das in den feineren Casinos nicht zu suchen hatte. Doch heute hat es auch in renommierten Casinos, in denen spezielle Keno-Lounges eingerichtet wurden, Einzug gehalten. In vielen Restaurants und Bars gibt es die Möglichkeit Keno zu spielen. In den großen Casinos bietet es den Besuchern eine beliebte Alternative zum Roulette, den Würfelspielen und den einarmigen Banditen. In den letzten Jahren hat sich das Keno-Spielen über das Internet stark verbreitet. Mit graphischen und Sound-Effekten wird die reale Spielsituation nachempfunden. |
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| KENO IN DEUTSCHLAND | ||||||||||
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Seit Februar 2002 wird Keno nun auch in Deutschland von den staatlichen
Lotteriegesellschaften angeboten. Das Land Hessen spielte dabei
die Vorreiterrolle. Dabei verließ man sich nicht auf die traditionelle
Keno-Trommel sondern setzte von Anfang auf Computertechnik. Mit zwei
vom Berliner Fraunhofer-Institut entwickelten Superrechnern sollen zuverlässig
und sicher Zufallszahlen generiert werden. Aus Zahlen von 1-70 werden nacheinander eine Reihe von 20 Gewinnzahlen und eine fünfstellige Gewinnzahl für die Zusatzlotterie „plus 5“ ausgegeben. Damit wird in Deutschland erstmals ein Lotteriespiel nicht durch eine mechanische Trommel, sondern mit Hilfe anspruchsvoller Software ermittelt. Das Computersystem muss dabei völlig autonom, also unbeeinflussbar von außen arbeiten. Zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechner ermitteln nach jeweils unterschiedlichen Verfahren Zufallszahlen. Selbst die Stromversorgung erfolgt durch Solartechnik ohne Verbindung mit dem Stromnetz. Geschaffen wurde dieses System von Dr. Sergio Montenegro. Die staatlichen Lotteriegesellschaften erhoffen sich mit Keno vor allem auch ein jüngeres Publikum anzusprechen. Zudem rechnet man mit Mehreinnahmen – so rechnet z.B. allein die Hamburger Landeskasse mit Mehreinnahmen in Höhe von 2,35 Millionen Euro, ausgehend von einem erwarteten Gesamtumsatz von über 10 Mio. Euro. |
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| KENO UND DIE GEWINNKLASSEN | ||||||||||
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Gewinnklassen und Chancen Als Spielgrundlage des Kenos in Deutschland gilt das Tippen von 2-10 Zahlen aus den Zahlen 1-70. In anderen Ländern werden oft 20 aus 80 Zahlen getippt. Eine fast unerhebliche Differenz – denn für den Spieler bergen beide Varianten gigantische Kombinationsmöglichkeiten. Mit 10 Tipps bei 20 gezogenen Zahlen aus 70 wirklich 10 Gewinntreffer zu erzielen ist schon schwierig genug. Der Reiz des Keno-Spiels liegt darin, dass der Spieler oder die Spielerin den Typ seines/ihres Spieles selbst wählen kann. So gibt es die Typen 2-10. Der jeweilige Typ ergibt sich daraus, wie viele Zahlen angekreuzt werden. Entscheidet man sich für 5 Kreuze hat man den Typ 5 gewählt. Dennoch muss der Keno-Typ unterhalb des Spielfeldes noch einmal durch ein weiteres Kreuzchen bestätigt werden. Dabei kann für jedes Tippkästchen der Keno-Typ einzeln bestimmt werden. Anschließend folgt die Eingabe der Höhe des Einsatzes. Dieser Einsatztyp hat dann für alle Tippkästchen auf diesem Wettschein Geltung. Etwas Zeit benötigt man, um sich an die Gewinnklassen zu gewöhnen. Hat man z.B. den Keno-Typ 7 mit 7 gewählten Zahlen gespielt, kann man schon gewinnen, wenn man nur 4 aus den 20 gezogenen Zahlen trifft. Bei weniger Treffern bleibt man ohne Gewinn. Den Maximal-Gewinn bekommt man bei 7 Treffern unter den 20 gezogenen Zahlen. Für die Spieler angenehm sind die festen Gewinnquoten, die teilweise sehr hoch sind. Insgesamt lässt sich Keno variabler spielen als Lotto und bietet dem Spielenden zumindest gewisse Einflussmöglichkeiten auf sein individuelles Spiel- und Risikoniveau. Für die Organisatoren des Keno bedeuten die festen Quoten eine Art geplantes Risiko, weil die Ausschüttungen nicht an die Einnahmen wie beim Lotto geknüpft sind. Wenn zufällig sogenannte Zahlenkombinationen auftreten, die den häufig gewählten Lieblingszahlen vieler Spieler entsprechen, kann es zu sehr großen Gewinnausschüttungen kommen. Doch auch bei Keno ist eine Sicherung eingebaut. So ist die Gewinnklasse 10 bei Typ 10 auf 5 Mio. begrenzt. Treten mehr als 5 Gewinner auf müssen diese sich die 5 Millionen teilen. Ähnliches gilt auch für die Gewinnklasse 9. Nicht täuschen lassen sollte man sich beim Keno davon, dass man bei den Typen 8 – 10 auch bei Null Treffern gewinnt, da es unwahrscheinlicher ist, bei diesen Typen gar keine Treffer zu landen als bei den niedrigeren Gewinnklassen. |
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